Wildniscamp am Falkenstein – Herzlich willkommen im Bayrischen Wald!

Seit vier Jahren fahren unsere Tertianer im April in das Wildniscamp am Falkenstein /http://www.wildniscamp.de/, das sich im Bayrischen Wald in der engen Nachbarschaft der tschechischen Grenze befindet. Hauptsächlich in den letzten Jahren bemühen sich sowohl die bayrische Seite, als auch die tschechische Seite des Nationalparks Böhmerwald um eine engere Zusammenarbeit. Viele Tierarten, namentlich Luchse, lassen sich nur schwer auf einer Seite der Grenze halten.

Das Ziel des Projektes besteht darin, dass Schüler im Bezug auf die Umwelt, während einer Arbeitswoche, im Einklang mit der reinen Natur leben lernen. Schüler werden in Waldhüttchen aus Holz untergebracht. Nur drei von ihnen (Erdhöhle, Wasserbett und Waldzelt) verfügen über eine Heizung, in der man nur mit Holz heizen kann. Im April gibt es noch nämlich kalte Nächte. Das Holz müssen Schüler selbst sammeln und hauen, um den Wald zu schonen.

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Auf die umweltfreundliche Lebensweise wird der große Wert gelegt. Nirgendwo, außer auf dem dazu bestimmten Platz, darf man Papiere und Müll entsorgen. Die sagenumwobene deutsche Ordnung hat ihren Ausdruck in 7 verschiedenen Müllcontainern in der Küche gefunden (Siehe das Bild). Auch nirgendwo außerhalb der markierten Wege findet man Papier auf dem Boden. Alle Reste, auch nach dem Ausflug in die Mitte des Waldes, soll man sich in seinem Rucksack wieder nach Hause zurückbringen.

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Jeden Tag lernen Schüler etwas Neues aus der Natur – aus dem Biosystem- kennen. Jeder Gruppe der Schüler wird ein deutschsprachiger Waldbetreuer zugeteilt, mit dem sich die Gruppe am Anfang für ein gemeinsames Projekt entscheidet, das naturbezogen ist. Eine Gruppe sammelte z.B. Kräuter und Heilplanzen. Aus einem Teil der Sammlung bereitete sie ein Poster mit deutschen Namen der Planzen und Bäume vor und aus dem anderen Teil produzierte sie heilende Säfte und verschiedene Teesorten.

Eine überwiegend männliche Gruppe baute dann mit seinem Waldtreuer an einem Damm am Bach oder an einem kleineren Hüttchen. Was aber ist wichtig? Während des ganzen Projekts spricht man Deutsch. Man lernt neben praktischen Fähigkeiten und neuen sachlichen Kenntnissen auch auf Deutsch zu kommunizieren. Das ist vor allem eine große Hilfe für „Nichtmuttersprachler“. Die Muttersprachler werden meistens so in die Gruppen verteilt, dass eine eventuelle sprachliche Zusammenarbeit möglich ist.

Neue sowohl sprachliche, als auch sachliche Kenntnisse, viel Spaß am Projekt und am Waldforschen, umweltfreudlichere Einstellung, inspiriert vom Motto des Wildniscamps: „Die Natur sein lassen“, viel Bewegung an der frischen Luft, die zur Folge schnelles Abbauen der Stresssymptome hat und viel mehr positive Effekte sind, nach diesem Aufenthalt in der Natur, festzustellen. Falls Sie mehr zum Programm unseres letzten Besuches im Wildniscamp am Falkenstein wissen möchten, lesen Sie auch meinen Blogg: Gabriela Nácarová, Notizen aus dem Bayrischen Wald I-IV J. Was die Realisierung des Projekts angeht, möchte ich mich an dieser Stelle hauptsächlich bei meiner Kollegin Monika Akslerová sehr bedanken.

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